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Reisebericht vom Familientörn auf dem IJsselmeer

Marcus Lemke 23.03.2016 0 Kommentare

Familientörn auf dem IJsselmeer

Ein Reisebericht vom Mitsegeltörn

Ein Reisebericht einer Familie, die im Sommer bei das erste Mal mit elan sportreisen unterwegs gewesen sind.

Sommersonne, Wind und Meer

Schon nach 2 Tagen auf der „Nooit Volmaeckt“ konnten wir kaum fassen, was wir in dieser Zeit schon alles an außergewöhnlichen Abenteuern erleben durften.
Selbst das Bunkern, das Einkaufen, das am Beginn der Reise stand, wurde zum kleinen Abenteuer – für 20 Personen braucht man halt etwas mehr. Und da wir die erste Nacht an einer unbewohnten Insel verbrachten, mußte auch schon für mehrere Tage Essen eingeplant werden. Himmlische Ruhe (Möwengeschrei zählt nicht) war der Lohn dafür.
Die zweite Segeletappe führte nach Makkum. Dank des warmen Wetters konnte eine erfrischende Badepause mitten auf dem Ijsselmeer eingelegt werden – das Schiff lag derweil vor Anker. Dank der hervorragenden ruhigen und sicheren Art von Maat und Kapitän wurden alle Reisenden immer sicherer im Umgang mit dem Schiff; jeder konnte im Rahmen seiner Möglichkeiten mit anpacken – manchmal sogar fast alle zusammen! Ein weiterer Höhepunkt war nach einer frühen Abfahrt und Durchfahrt durch die Schleuse das Trockenfallen im Watt. Die unwirkliche Atmosphäre im Watt, nur Sonne und Sand und im Hintergrund das trocken liegende Schiff beeindruckten Groß und Klein.
Rechtzeitig zur Flut fanden sich alle wieder auf dem Schiff ein, wo die frisch im Watt gesammelten Muscheln gekocht und direkt an Bord verzehrt wurden – natürlich nicht ohne ein Glas gekühlten Weißweins. So frisch bekommt man Muscheln selten!
Frisch weiter gesegelt wurde nach Terschelling. Dort einigten sich alle Reisenden darauf, einen Landtag einzulegen. Dank der Tipps der gut vorbereiteten Reiseleitung traf sich ein Großteil der Reisegesellschaft beim Fahrradverleih und radelte durch idyllische Kiefernwälder zum großen Strand. Abends marschierten alle zusammen vom Schiff aus zum großen Aussichtspunkt in den Dünen und genossen den Anblick der vielen funkelnden Lichter von Schiffen und Signalleuchten im Sonnenuntergang.
Am nächsten Tag ging es flott auf von Terschelling nach Texel, dies war der längste Segelschlag der Reise. Zeit für alle Reisenden zu lesen, die Nase in den Wind zu halten oder Segelknoten zu üben. Die Kinder arbeiteten fleißig weiter an den kleinen Aufgaben, die sie von der Reiseleitung gestellt bekommen hatten und für die sie mit heiß begehrten Stempeln in ihren „Juniorsegelausweis“ belohnt wurden. Zwischendurch hatten wir das große Glück schwimmende und auf Sandbänken dösende Seerobben zu beobachten, und sogar Schweinswale wurden gesichtet – dies sorgte sogar beim erfahrenen Kapitän für Aufregung!
Auf Texel wurde der große Spielplatz am Hafen geentert und die diversen Fischgeschäfte mehrfach besucht.
Nach einer Nacht ging es wieder zurück in Richtung Ijsselmeer. Vor der Schleuse rasch nochmal tief die gute Nordseeluft einatmen – das Ijsselmeer riecht tatsächlich anders!
Am letzten Abend wurde in Medemblick Abschied gefeiert. In den Tagen an Bord hatten sich alle Mitreisenden harmonisch zu einer gut zusammenarbeitenden Crew zusammengefunden, sowohl Kinder als auch Erwachsene bildeten zusammen eine angenehme und freundliche Reisegesellschaft. Dieser letzte Abend war sehr warm und schwül, und der Kapitän behielt mit seiner Gewitter-Warnung für die Nacht recht. Zum Glück jedoch nicht mit der Sorge, es könnte am letzten Tag noch regnen. Auch beim letzten Segelschlag, zurück nach Enkhuizen, konnten die Regenklamotten in den Taschen bleiben. Im Gegenteil, kurz vor dem Einlaufen in den Hafen konnten nochmal kurz die Badesachen ausgepackt werden und eine letzte Badepause wurde eingelegt – diesmal sogar – für die Kinder – mit Rettungswesten. Nachdem das Schiff wie eine große Entenmutter wieder alle Badenden an Bord genommen hatte wurde unter Motor das letzte Stück in den Hafen zurückgelegt. Hier verabschiedeten sich alle herzlich voneinander und verließen etwas wehmütig, aber braungebrannt und glücklich mit ihrer Segelurkunde in der Hand das Schiff.
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