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Rucksack packen

Marcus Lemke 10.04.2019 0 Kommentare

Den Rucksack richtig packen.

Nur nicht die Balance verlieren.

Gut gepackt ist leicht getragen. Ein zu schwerer Rucksack und unangenehme Druckstellen am Rücken können die Laune beim Wandern im wahrsten Sinne des Wortes „hinunterziehen“. Denn ein falsch gepackter Rucksack produziert nicht nur Druckstellen, sondern wirkt auch schwerer als er ist und kann in unebenen Gelände auch schnell zu einem Sturz führen. Deswegen sollte man die Rucksäcke mit System packen.

  • Man wähle mit Bedacht


Überlegen Sie genau, welche Dinge sie WIRKLICH brauchen. Vermeiden Sie überflüssiges Gepäck, um Ihren Rucksack so leicht wie möglich zu halten.
Stellen Sie sich am Besten immer die Frage „Brauche ich das wirklich?“ – Wenn nicht, bleibt es daheim. Kinder weichen hier auch gern in den Rucksack des Papas aus. 🙂 Man muss es aber auch nicht übertreiben. Den Griff der Zahnbürste abzusägen müssen wirklich nur ganz wenige Extremsportler auf der Welt.

  • Alles im Griff


Gegenstände wie Regenjacke, Kamera oder Handy braucht man oft schneller als man denkt. Um z.B. bei einem Platzregen einigermaßen trocken zu bleiben, sollten diese Dinge immer griffbereit ganz oben verstaut werden.
Viele Wanderrucksäcke haben ein Deckelfach. Dort können super Dinge verstaut werden, die regelmäßig gebraucht werden – z.B.: Sonnencreme, Sonnenbrille, Wanderkarte, Kopfbedeckung, Handy.

  • Upside down


Meistens werden schwerere Gegenstände automatisch nach unten gepackt. Bei einem Wanderrucksack sollte man allerdings genau das Gegenteil tun. Leichte Dinge, wie z.B. Schlafsäcke oder Daunenjacken, gehören immer nach unten. Die schweren Dinge gehören nah an den Körper und ungefähr auf Schulterhöhe. So zieht der Rucksack weder weit nach hinten noch nach unten. Wenn der Rucksack, insbesondere das Deckelfach, über die Schultern hinausragen, hier wieder nur leichte Dinge platzieren. Ähnlich wie in einem LKW, sollte die „Ladung“ auch nicht verrutschen können. Flaschen deshalb auch aufrecht tragen.

  • Schlank und rank


Bei manchen Wanderwegen kann es schon einmal passieren, dass man sich durch dichtes Gestrüpp oder enge Felspassagen zwängen muss. Um dabei nirgends hängen zu bleiben, sollte so wenig wie möglich an der Außenseite des Rucksacks befestigt sein. Genauso stören Dinge, die am Rucksack nur baumeln, so leicht sie auch sein mögen. Wenn schon klassisch die Isomatte aufgerollt an den Rucksack gebunden werden muss, dann lieber unten als oben und am besten senkrecht und nicht horizontal.

  • Perfekt platziert


Schwere Ausrüstung sollte immer möglichst nahe an den Körper gepackt werden, am besten im Bereich der Schultern. Je weiter schwere Dinge weg vom Körper sind, desto stärker ziehen sie an den Trägern und der Rucksack fühlt sich schwerer an. Insbesondere in unwegsamen Gelände ist es wichtig, die schweren Dinge fest und nah am Körper zu tragen, um den sicheren Tritt zu behalten.
Im Idealfall gilt: Der Rucksack sollte ¼ bis maximal 1/3 des eigenen Körpergewichts betragen. Das heißt bei 60kg Körpergewicht sind 20kg Tragegewicht das Äußerste Maximum.
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